Der Kinderkreuzweg des Trachtenvereins GTEV Simssee Süd Stephanskirchen ist inzwischen eine liebgewonnene Tradition. In der Karwoche trafen sich auch heuer wieder weit über 30 Kinder, Mamas, Omas, die Jugendleiterin und der Pastoralassistent Joseph Fraunhofer zum gemeinsamen Kreuzweg in Baierbach. Sogar die kleinsten wurden mit dem Kinderwagen mitgeschoben.
Mit einer kleinen Andacht in der Kirche St. Magdalena starteten wir den Kreuzweg.

Von dort aus ging´s durch die herrliche Natur mit Bergblick, heuer mit reichlich Schnee auf den Bergen, entlang den Besinnungsweg „Glaubensperlen“, durch den Wald. Bei den Stationen wurden passende kindgerechte Texte gelesen, die vorbereiteten Fürbitten duften alle leselustigen Kinder vorlesen. Da wir ja keinen „richtigen“ Kreuzweg gegangen sind, fehlten auch die traditionellen Kreuzwegmarterln. Joseph hatte stattdessen große Plakate an den Bäumen aufgehängt, die den Kreuzweg Station für Station greifbar machten.

Die Kinder wurden mit eingebunden und konnten zu den einzelnen Stationen Anmerkungen machen. Zudem durften sie mit passenden „Aktionen“ aktiv mitwirken, in dem sie unterwegs bei der 2. Station einen Stein bekamen. Bei der 4. Station konnten die Teilnehmer berichten, von wem sie schon eine Umarmung bekamen, zum Beispiel von der Mutter. Im Wald, bei der 5. Station, hatte Joseph einen riesigen Ast gefunden, den durften die Kinder gemeinsam zur nächsten Station tragen. Passend zur 6. Station, Veronika reicht Jesus das Schweißtuch, konnte jeder eine wärmende Wärmflasche anfassen. In einem Strauch hatte Joseph für die 8. Station „Papier-Tränen“ aufgehängt, als Symbol von den weinenden Frauen.

Ein Wegekreuz symbolisiert die 11. Station, Jesus wird ans Kreuz genagelt. Die Kinder wurden aufgerufen, den mitgetragenen Stein auf die Einfassung eines Blumenbeets abzulegen. Durch die aktive Mitgestaltung der Kinder verging die Zeit sehr schnell und kein Kind merkte, wie lange wir in der Natur unterwegs waren!

Bei kalten Temperaturen und dunkeln Wolken, verbrachten wir zwei wunderbare Stunden in der Natur. Ein herzliches Vergelt´s Gott an Herrn Fraunhofer, der sich die Zeit genommen hat, um uns auf diesem Kreuzweg zu begleiten.
Christine Heinzinger